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Die Schrifthallen der Freien Seelen • Thema anzeigen - Das Ende eines Dämons...

Das Ende eines Dämons...

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Das Ende eines Dämons...

Beitragvon Rasalhaag am Mi 5. Aug 2009, 20:02

"Eine Katastrophe! Was für ein Desaster! Verdammt!" Dachte er bei sich, als er mit den letzten Überlebenden seiner Anhänger durch die verlassenen Straßen von Sturmwind hetzte.
Das Getrappel von Stiefeln, Scheppern von Rüstungsteilen und das schwere Keuchen von erschöpften Soldaten begleitete ihn stetig auf seinem eiligen Weg.
Er hatte sein Ziel fast erreicht! Verdammt! Es war so knapp gewesen!
Nur noch einige wenige Momente, und er hätte das Beschwörungsritual im Herzen Sturmwinds vollendet gehabt! Nur einige wenige Augenblicke, und Er hätte einen Zugang geschaffen... Ein Portal, vom wirbelnden Nether, direkt ins Herz von Sturmwind! Tausende seiner Art wären ab dem Zeitpunkt der Öffnung hindurchgestürmt, und hätten die Hauptstadt der verfluchten Menschen binnen weniger Stunden dem Erdboden gleich gemacht!
"Und nun war alles umsonst!"

Eine einzige Person hatte seine gesammten Pläne durchkreuzt!
Sie trat aus dem Schatten am Rande des Beschwörungskreises, eingehüllt in eine schwarze Kutte, die es unmöglich machte zu erkennen, um wen es sich handelt, welche Absichten sie hegte... Bis hinter ihr eine kleine Armee, bestehend aus Nachtelfen, Zwergen, Menschen und ein oder zwei Gnomen, aus dem Schatten trat. Jeder gerüstet, die Waffen in Händen und zum Kampf bereit.

Er konnte sich nicht selbst um diese lächerlichen Gestalten kümmern, da das Ritual seiner vollkommenen Aufmerksamkeit bedurfte.
Ishaak, sein erster Offizier, wusste was zu tun war und führte all jene in den Kampf zur Verteidigung des Rituals, die nicht unbedingt für dessen Vollendung benötigt wurden.
Es war ein blutiger Kampf, den Er sich nur zu gern angesehen hätte. Allerdings forderte das Ritual seinen Tribut und so musste Er sich auf gelegentliche Blicke aus den Augenwinkeln beschränken. Doch immer, wenn Er es riskierte hinüber zum Kampfgeschehen zu blicken, stand diese berobte Gestalt still und regungslos an Ort und Stelle und fixierte ihn aus unter der großen Kapuze hervorleuchtenden weißen Augen.
Ishaak schaffte es, mit den ihm zur Verfügung gestellten Untertanen den ersten Angriffen der verfluchten Allianzler zu wiederstehen, allerdings war es nur eine Frage der Zeit, bis sich ausgebildete und erfahrene Soldaten gegen fanatische Akolyten behaupteten, und das Ritual aufhalten würden.

Nur noch wenige Sekunden, und es wäre geschafft!
Plötzlich schlug etwas knapp vor seinem Gesicht gegen den unsichtbaren Schutzschild, den er vorsorglich errichtet hatte. Es kostete ihm all seine Willenskraft, um seine Konzentration aufrecht zu erhalten, und das Ritual weiterzuführen.
Er betete zum Nether, die Akolyten rings um ihn würden lange genug leben, um diesen Schild mit ihrer Lebenskraft zu nähren, bis das Ritual vollendet war! Als würde das Schicksal ihm ins Gesicht lachen, fiel in diesem Moment der erste der vier "Schildspeiser" zu Boden, einen schwarzgefiederten Pfeil im Hals steckend, und langsam an seinem eigenen Blut erstickend.
Dann ging plötzlich der zweite in einem grell lodernden Feuerball zu Boden, und der dritte wurde von mehreren Geschossen zu Boden geschleudert.
Nur noch einer der "Schildspeiser" lebte, und schirmte Ihn von den Angriffen der verfluchten Allianzler ab! Er sammelte seinen ganzen Willen, suchte in sich nach der Essenz seiner Macht, gab einige nun unwichtigere Zauber auf und schaffte es, mit einem angestrengten Grunzen, den letzten verbliebenen "Schildspeiser" mit einem schwachen Schutzfeld zu umgeben.
Es mußte einfach reichen! Nur noch 10 Sekunden und es war vollendet!
9... Geschosse und Zauber prallten an den beiden Schilden ab oder verpufften wirkungslos.
8... Ishaak führte seine verbliebenen Truppen in einem verzweifelten Angriff gegen die Allianzler und veranstaltete ein heilloses Gemetzel unter ihnen.
7... Er atmete erlichtert auf, als die Angriffe gegen die Schilde weniger wurden und sich gegen den erneuten Angriff wandten.
6... Eine Bewegung in seinem Augenwinkel... die berobte Gestalt bewegte sich auf Ihn zu...
5... Mit einer flüssigen Handbewegung, so schnell, dass es für das Auge nur ein Schemen war, streckte die Gestalt ihre behandschuhte Hand in seine Richtung aus...
4... Die berobte Gestalt grinste Ihn höhnisch an, ihr weißes Gebiss funkelte unter der dunklen Kapuze....
3... Es war so gut wie geschafft! Aus dem Augenwinkel bemerkte Er einen kurzen Moment einen grünen Schimmer um die Ihm entgegengestreckte Hand der verhüllten Gestalt...
2... Das Schutzfeld um den verbliebenen Akolyten implodierte, die Brust des "Schildspeisers" drückte sich nach innen, als wäre sie von einer riesenhaften Faust getroffen worden und schleuderte den toten Körper gegen ihn! Die Wucht des Aufpralls war so heftig, dass Er die Kontrolle über das Ritual verlor. Wirbelnde Energie, ungebändigt und nicht fokusiert züngelte über den Platz, zeigte sich in der mundanen Welt als lila-bläuliche Energieblitze, die über Häuser, Dächer, Böden und Lebewesen züngelte...
Wo sie Rüstungen berührte, knisterte die verderbte magische Energie, brachte Metall zum Schmelzen, verbrannte Haut, fraß sich durch Waffen, und ließ viele der Anwesenden sich am Boden vor Schmerz winden. Einzig Er blieb verschont. Weshalb, wusste er nicht, es war Ihm aber auch egal. Es was seine Chance!
Mit schmerzenden Gliedern erhob er sich, schüttelte die verkohlten Überreste des Akolyten von sich ab und begann zu rennen!
Sich vor Schmerz windende Allianzler versuchten nach seinen Beinen zu greifen, als Er durch ihre Reihen brach, jedoch fehlte ihnen ob dieser dämonischen Schmerzen die nötige Kraft, Ihn auch nur zu verlangsamen. Einige seiner wenigen Gefolgsleute - Ishaak eingeschlossen - beeilten sich, zu ihm aufzuschließen und hieben auf ihrem Rückzug ohne Gnade auf die vor Schmerz halb wahnsinnigen Allianzstreitkräfte ein.

Er und seine Anhänger flüchteten sich immer weiter durch die Straßen Sturmwinds, von Verfolgern keine Spur.
Einen Moment gestattete Er sich einen Funken Hoffnung. Er hatte keine Angst vor dem Tod, jedoch wollte er überleben um zu entkommen und zu einem anderen Zeitpunkt weiter zu kämpfen.
Er verlangsamte sein Tempo ein wenig, und sah sich um...
Außer Ishaak, der aus zahlreichen Wunden blutete, hatten nur zwölf mehr oder weniger unverletzte seiner Diener überlebt.
Nicht viel, aber besser als nichts.
Er beschleunigte wieder und steuerte grob die Richtung an, in der Er den Hafen vermutete.

Plötzlich hörte Er das Rauschen einer schnellen Bewegung und einen erstickten Schrei...
Als Er den kopf wandte zählte er nur noch elf Diener...
"Verdammt - haltet euch bereit, es geht los!", bellte er mit befehlsgewohnter Stimme und lief weiter, sein Schwert kampfbereit in Händen.

Die kleine Gruppe Flüchtlinge lief, sich nach allen Seiten umblickend, so schnell sie es wagten, weiter.
Ein bläulich-weißer Schemen sprang plötzlich aus einer nahen Seitenstraße, und stürzte sich mit unglaublicher Geschwindigkeit auf den hintersten der überraschten Akolyten. Seine geisterhaften Zähne drangen mühelos erst durch die dünne Stoffrobe, dann durch Haut, Knorpel und Fleisch und zerfetzten mit unglaublicher Leichtigkeit die Kehle des Sterbenden.
Zur gleichen Zeit stürmte ein identisches Wesen durch die Nacht und warf sich mit einem bestialischen Heulen auf den nächststehenden Flüchtling. Die überraschten Verteidiger fassten sich schnell wieder und stellten sich den wild um sich beißenden Geisterwölfen. Ein plötzliches Rumpeln, sowie das Zischen eines lodernden Feuers ließen alle Anwesenden - mit Ausnahme der Wölfe - aufhorchen und sich Rücken an Rücken neu formieren.
Aus Richtung des Hafens - der Fluchtrichtung der Überlebenden - rumpelte plötzlich ein riesiger Steinhaufen auf die erschrockenen Verteidiger zu. Der Haufen hatte entfernt humanoide Form, allerdings fehlten ihm Beine. Statt dessen rumpelte er auf kleineren Brocken fröhlich vor sich hin, während seine steinernen Arme drohend zum Schlag erhoben waren.
Aus einer Gasse neben den bereits Umzingelten tauchte eine Gestalt - ganz aus Feuer bestehend - auf und erhellte die Gasse, in der sie sich befanden.
Er sah sich um, suchte den verantwortlichen für diesen Hinterhalt. Obwohl Er es nicht wahrhaben wollte, wusste Er es bereits...

Aus der Richtung, aus der sie gekommen waren, der einzige Weg, der ihnen noch offengestanden hatte, trat eine Gestalt langsam und gemessenen Schrittes auf die kleine Versammlung zu. Ihre Schritte und ihre Körperhaltung drückten pure Selbstsicherheit aus, die schwarze Robe verschleierte alle Einzelheiten und die Kapuze, aus der nur die beiden weißen Augen schimmerten, gab der Gestalt etwas dämonisches, etwas unheimliches.
Niemand sprach ein Wort, nicht einmal das Stöhnen der Verwundeten war mehr zu hören. Selbst das Gerumpel hatte sich zu einem leisen Knirschen von Stein auf Stein beruhigt. Gespenstische Stille lag in der luft.

Ihm wurde das Schweigen langsam unerträglich und er gab seinen Untertanen das Zeichen zum Angriff!
Doch zu seiner Überraschung zögerten seine Diener den Bruchteil einer Sekunde. Ganz im Gegensatz zu ihren Widersachern.
Mit bestialischem Geheule stürzten sich die beiden Geisterwölfe auf die Verteidiger, der Erdelementar packte einen unglücklichen Akolyten, und warf ihn mit solch martialischer Wucht auf einen zweiten, dass das Brechen von Knochen wie Peitschenknallen durch die Gasse schallte. Ein besonders bemitleidenswerter Flüchtling wurde von dem riesigen Feuerelementar umarmt, seine Kleidung und Haut verbrannten in der selben Sekunde, doch seine qualvollen Schmerzensschreie dauerten noch an, selbst als der Elementar ihn desinteressiert fallen ließ und sich dem nächsten Opfer zuwandte.
Ishaak schaffte es, einem der Geisterwölfe einen vernichtenden Hieb mit seiner Axt zu verpassen und spaltete dem Wolf damit den Schädel . Als sein Artgenosse das sah, sprang er den Mörder an und riss ihm mit einem gewaltigen Biss die Kehle auf.

Es war weniger ein Kampf, vielmehr ein Gemetzel. Nach wenigen Augenblicken säumten die Leichen der gefallenen Akolyten den Boden.
Er und die berobte Gestalt hatten sich während des Kampfes nicht einen Millimeter bewegt.
Unentwegt fixierten sie die Augen des Gegenübers und versuchten, diesen abzuschätzen.

Die beiden Elementare bewegten sich auf einen gedanklichen Befehl der berobten Gestalt hin hinter Ihn und verwehrten Ihm somit jede Fluchtmöglichkeit - obgleich Er nicht im Traum daran dachte, jetzt noch davonzulaufen. Alles was Er wollte war, diese anmaßende person zu vernichten! Dieses jämmerliche Geschöpf, das mit seinen lächerlichen Kreaturen Seine Diener tötete würde Er lehren, was WAHRE MACHT bedeutete!

Als die berobte Gestalt zu sprechen begann, tat sie dies mit einer Klarheit und Reinheit in ihrer Stimme, die Ihm Schmerzen bereitete. Natürlich ließ er sich nichts anmerken.
"Man´ari! Du hast also noch immer nichts gelernt, was? Wie oft muß ich dich denn noch töten?"

Er kannte diese Stimme... Er HASSTE diese Stimme!
"NEIN! Nicht DU!" Schrie er der berobten voller Wut entgegen! Aber da war noch etwas anderes als Wut... etwas das er nicht kannte... Irgendetwas zog sich in seinem Inneren zusammen... war das Furcht?

Die verhüllte Gestalt unterbrach den Augenkontakt keinen Moment, griff mit geschmeidigen Bewegungen an ihren Kapuzenumhang, öffnete die Spange und schleuderte ihn in einer flüssigen Bewegung von sich.

Ja, Sie war es! Er war sich sicher! SIE! Diese draeneiische SCHLAMPE! Er war ihr schon mehrmals begegnet! Insgesamt acht mal... und jedesmal hatte SIE IHN besiegt... Aber dieses Mal... DIESES MAL NICHT!

Er warf sein Schwert beiseite, konzentrierte sich und blickte die Draenei aus Augen so schwarz wie die Nacht an.

"Na los, Man´ari! Zeig mir deine wahre Gestalt! Wie sieht das denn aus, wenn ich nur einen unbedeutenden besessenen Menschen töte?", spottete Sie.

"Du kannst es ja versuchen, verfluchte Draenei!", antwortete er durch zusammengebissene Zähne.
Er ließ den Maskenzauber fallen, entfaltete sich, ließ seine wahre Gestalt zum Vorschein kommen.
Seine Beine nahmen die Gestalt derer der Draenei an, seine Füße formten sich zu Hufen, ihm wuchs ein Schwanz, seine Brustmuskeln vervielfachten sich, sein Torso nahm an Umfang zu, die Arme wurden länger und muskulöser.
Sein Kopf, zuvor menschlich, wurde mit Hörnern versehen, seine Ohren verlängerten sich, spitze Hauer schossen aus dem Unterkiefer, seine Haut färbte sich zu einem dunklen Violett und aus seinem Rücken wuchsen riesige schwarze, fledermausähnliche Flügel.

Mit dämonisch verzerrter Stimme brüllte Er ihr entgegen, nur um fest zu stellen, dass sie nicht mehr dort stand wo sie zuvor gewesen war...
Die Verwandlung hatte ihn nur einen kurzen Moment abgelenkt, doch den hatte sie genutzt, um sich davonzustehlen.

Plötzliche Freude überkam Ihn... - hatte sie Angst und war geflohen? Ein herzhaftes Lachen rang sich seine Kehle hinauf, das düster und unheilverkündend durch die Straßen Sturmwinds hallte...
... erstarb... so plötzlich, wie es gekommen war, als ihn ein grellblauer Blitzschlag in den Rücken traf, gefolgt von einem gewaltigen Schlag, der dem Fausthieb eines Riesen glich und seine Glieder mit einem eisigen Film überzog . Einen Herzschlag später hörte er einen wilden Kampfschrei, der Ihm - einem Dämon! - das dunkle Blut in den Adern gefrieren ließ.
Unter heftigen Schmerzen wirbelte er herum und blickte auf eine plötzlich viel größere Draenei, die auf Ihn zustürmte...

Für einen Moment lang glaubte er, den schemenhaften Umriss eines leuchtenden Hammers über ihrem Kopf zu erkennen. So schnell wie er verschwunden war, bezweifelte er jedoch, das Gesehene wirklich gesehen zu haben.

Mit unvorstellbarer Kraft und Schnelligkeit warf sich die Draenei auf Ihn und ließ einen gewaltigen Schlaghagel auf ihn niedergehen. Trotz aller Mühe fanden einige ihrer Schläge Lücken in seiner Deckung und fetzten Ihm schmerzhaft die Haut von Armen, Oberkörper und Wange. Von dem plötzlichen Schmerz in eine unkontrollierte Wut versetzt, ignorierte der Dämon zwei weitere Treffer an der Brust, holte weit aus und gab der Draenei einen mörderischen Schlag. Durch eine geschickte Parade nahm sie dem Treffer seine Tödlichkeit, die Wucht des Aufpralls warf sie einige Meter rückwärts durch die Holzwand eines morschen Schuppens, dessen herabfallende Trümmer sie bedeckten.

Der Dämon setzte sofort nach, um diesem verhassten Wesen endlich den Rest zu geben, doch plötzlich schimmerte aus Trümmerhaufen bläuliches Licht. Zu spät bemerkte Er, was vor sich ging - zu spät reagierte er, da traf ihn der Kettenblitz mitten in die Brust, dicht gefolgt von einem weiteren Blitzschlag. Dämonische Haut, Knochen und schwarzes Blut spritzten in alle Richtungen. Unsägliche Schmerzen durchfluteten den totgeweihten Dämon und ließen seinen Blick verschwimmen. Er wusste, dass er nun sterben würde. Er wusste, dass er nun in den wirbelnden Nether zurückkehren würde und dass Er eines Tages wieder stark genug sein würde, um eben dieses Gefängnis zu verlassen. Und dann würde er Rache nehmen!

Die Draenei trat in sein verschwommenes Blickfeld und erfreut bemerkte Er das viele blaue Blut, das ihr aus einigen Wunden und dem Mund lief - Er hatte sie schwer getroffen.

"Du verfluchter Bastard! Hast du eine Ahnung, was es kosten wird, diese Rüstung reparieren zu lassen?!", schnauzte sie Ihn an.
Bestürzt, unfähig, sich ob der schweren Verletzung zu bewegen, musste Er mit ansehen, wie dieses verhasste Wesen begann, sich zu konzentrieren, dabei von einem grünen Schimmer umgeben wurde, ätherische Blätter um ihre Hände tanzten, die ihre Wunden verdeckten und schließlich wie die Wunden selbst wieder verschwanden.

Mit wesentlich ruhigerer Stimme fuhr die Draenei fort: " Nun, Man´ari, was sollen wir nun versuchen? Ich habe dich bereits verbrannt, zerstückelt, enthauptet und auf noch ein paar andere, sehr unappetitliche Arten, getötet. Und immer wieder kehrst du zurück." Die Draenei zog eine Halskette aus ihrem Beutel und hielt sie Ihm so hin, dass er sie gut sehen konnte. Die Kette bestand aus Perlen aus seltsamen schwarzem Stein und der Anhänger war aus einem merkwürdigen Kristall. Alles war mit fremdartigen Runen beschrieben.

"Siehst du das, Dämon? Präge es dir gut ein. Es wird für dich dein neues Zuhause... für seeehr lange Zeit. Ja, da kannst du ruhig die Augen aufreißen... diesmal ist es nichts mit Nether und Wiederkehr... Du bleibst bei MIR!"

Mit diesen Worten begann die Draenei in einer seltsamen, sehr melodischen Sprache vor sich hin zu murmeln.
Die Halskette in ihrer Hand begann in einem schwachen leuchten zu pulsieren, und durchsichtige ranken aus magischer energie griffen nach dem hilflosen Dämon.
Er fühlte, wie seine Essenz von der Kette aufgesogen wurde, wie alles, was Ihn ausmachte in dieses seltsame Artefakt floss.
Mit seiner ganzen verbliebenen Macht versuchte Er, sich dagegen zu wehren. Die Draenei bemerkte dies, hielt in ihrem Gemurmel nicht inne, rammte aber die Hand, in der sie die Kette hielt, tief in die offene Wunde in der Brust des Dämons.
Unsagbare Schmerzen explodierten in seinem Inneren! Die Agonie war allumfassend! Ein Sterblicher wäre schon lange vorher verendet, doch er war ein Dämon. In Schmerz und Qual geboren, existent, um eben dieses zu verbreiten.
Und nun hatte dieses Weib einen Weg gefunden, ihm auf eine Art Schmerz zuzufügen, die schlimmer war als alles, was der Dämon je zu denken wagte.
Das ohnmächtige Wesen fühlte, wie immer mehr seiner Essenz in dieses kleine Schmuckstück gezerrt wurde, konnte aber nichts tun, als sich vor Schmerz und Leid zu winden!

Und dann war es vorbei.
Der Dämon blickte sich um...
Er stand hinter der Draenei!
Er versuchte, auf sie einzuschlagen... und konnte sich nicht bewegen!
Die Draenei wandte sich um. Dort, wo zuvor noch die Leiche des Dämons gelegen hatte, war nun nur noch ein verbrannter Umriss im Boden zu sehen. Sie sah dem Dämon direkt in die Augen... und lachte!

Er wiederum sah an sich herab und erblickte eine körperlose, schemenhafte schwarze Rauchwoge - mehr nicht...
Als sich die Draenei wieder gefangen hatte sagte sie schließlich: "Na, das ist zwar eine etwas unerwartete Nebenwirkung, aber die Tatsache, dass du nicht auf mich losgegangen bist, spricht Bände. Nun, mein neuer "Begleiter", dann lass' uns mal gehen!"
Der Dämon wollte ihr Flüche hinterher schreien, wollte sie anspringen und zerfetzen, als sie sich einfach abwandte und davonging - doch er konnte nicht. Und zu allem Überfluss bemerkte er, dass er ihr folgte! Gegen seinen Willen! Ohnmächtig vor Wut brüllend und sich nach Kräften wehrend, tobte der Dämon im Inneren der Kette, die sich um den Hals der Draenei schmiegte.


Die Draenei indessen bemerkte davon nichts. Über die Schulter blickend musterte sie in stiller Belustigung den schweigsamen Schemen, der ihr folgte und machte sich gut gelaunt auf den Weg zurück zu den Verwundeten.
Vielleicht konnte man noch den ein oder anderen retten...
[Gemeinsprache] "Ka-tze?" *ratlos auf das kleine pelzige Alienlebewesen deutend*

[Draeneiisch] "Das muss ich mir notieren... ist das eine besondere Tradition der Eingeborenen hier oder tragen alle Elfen so wenig Kleidung?"
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Re: Das Ende eines Dämons...

Beitragvon Toxyna am Mi 5. Aug 2009, 20:43

Sehr schön geschrieben! *find*
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Re: Das Ende eines Dämons...

Beitragvon Sigóirson am Do 6. Aug 2009, 06:04

Prima Beschreibung der Entstehung dieser verfluchten Ketten. :)

*wühlt im Bankfach rum* Irgendwo muss doch noch so eine liegen....
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Re: Das Ende eines Dämons...

Beitragvon Kniffel am Sa 31. Okt 2009, 13:52

Hähä mehr davon! Da beginnt man doch schon in Errinnerungen zu schweben... Herrlich, weiter so!
"Wenn dir das Wasser bis zum Halse steht, lasse nicht den Kopf hängen!"
"Merke: Kurze Strecken gehen auch Vögel zu Fuß..."

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Re: Das Ende eines Dämons...

Beitragvon Kniffel am So 1. Nov 2009, 10:42

PS zu meinem Vorherigen Beitrag:

So verflucht sind diese Ketten gar nicht... eher nützlich. Ohne sie würde die Schwarze Kunst noch heute im... hähä... "Dunkeln" umherirren wobei auch hier wieder ein Vorurteil besteht denn man ist in der Dunkelheit nicht verirrter als im... "Licht" wie die Anhänger desselben sagen.
"Wenn dir das Wasser bis zum Halse steht, lasse nicht den Kopf hängen!"
"Merke: Kurze Strecken gehen auch Vögel zu Fuß..."

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